Blöcke und Flüsse

Ja, ich weiß, ich hatte mir selbst und Euch versprochen, dass ich einmal in der Woche ehrlich aufschreibe, wie es mir bei meiner neuen Unternehmung ergeht. Aber klar, schnell bin ich an den Punkt gekommen, wo ich fand, dass es wichtiger ist, mit wirklichen Taten voranzukommen, als einen Blogbeitrag zu schreiben. Also habe ich in den vergangenen Wochen all meine Kräfte lieber voll und ganz in mein Projekt gesteckt, die Homepage www.gedenkeDein.de eröffnet und Musterflächen angelegt...und dann, ganz plötzlich hat mich etwas innehalten lassen und ich habe mir folgende Fragen gestellt: Ist meine Vorgehensweise die Richtige gewesen? Verpulvere ich nicht vielleicht zu viel Energie mit unergiebigen Aktionen oder Feinheiten, die vollkommen unwesentlich sind? Worauf kommt es wirklich an und mit welchen Mitteln kann ich es erreichen? Muss ein Flugzeug perfekt sein, um es zum Fliegen zu bringen? Diese Gedanken haben mich ins Stocken gebracht und Ängste sind hochgekommen. Kennt Ihr das?

Ich habe mich gedrückt davor, mir ein lebendiges Feedback einzuholen...Was ist, wenn alle Welt meint, so ein Produkt, das brauchen wir nicht? Was ist, wenn ich feststelle, dass althergebrachte Denkmuster sich nicht auflösen lassen? Glaubst Du wirklich, dass Du frischen Wind in die Friedhofs und Trauerkultur bringen kannst? DU??? Aber im Grunde genommen muß man sich diesem Feedback stellen und seinen Ängsten, um zu sehen, ob es eigentlich nur Hirngespinste sind oder tatsächlich existierende Realitäten. Einen anderen Weg, den gibt es nicht.

 

Als ich die Feedbacks versucht habe einzuholen, ist mir Folgendes bestätigt worden. Das Tabu, über den eigenen Tod nachzudenken, ist so dermaßen groß, dass ich nur sehr zögerlich Antworten erhalten habe. Aber, ich habe erfahren, dass meine Anfrage impulsgebend war, denn eines ist klar: "Das Leben ist lebensgefährlich, da kommt man niemals lebend raus" :-) Deshalb heute mein Impuls an Euch zurück, lebt Euer Leben!!! Verwirklicht Träume, die Ihr verwirklichen wollt...Macht was daraus und steht Euch nicht selbst im Wege,  entwickelt Visionen von dem, was Euch ausmacht, wie ihr sein wollt und wählt genau aus, womit ihr Euren Alltag füllt...Die Gewissheit des eigenen Todes könnte man auch als Hinweis verstehen, nicht so viel rumzutrödeln, zu grübeln, unzufrieden zu sein oder seine Wünsche permanent auf morgen zu verschieben. :-) Eigentlich geht es mir gar nicht um eine bestimmte Bestattungsform, viel wichtiger finde ich, sich vorzustellen, wie durch einen selbst das Leben sich nährt und bunte Blumen oder gar kräftige Bäume daraus entstehen. Oder?